
DANN KAMEN DIE BAGGER DER ZWEITEN STAMMSTRECKE UND ERRICHTETEN EINE BAUSTELLE WIE FÜR DIE EWIGKEIT





KEIN SPORT, KEINE ERHOLUNG
FÜR LANGE ZEIT. VIELLEICHT DARF DIE NÄCHSTE GENERATION AUF EINE RÜCKKEHR HOFFEN
- WENN WIR GLÜCK HABEN - ABER DANN ZU EINEM KLEINEN PLATZ UND NICHT VOR DEM JAHR
2039.
WIRD SICH DAS LANGE WARTEN UND DAS VIELE GELD DANN WENIGSTENS GELOHNT HABEN?
LEIDER NEIN, DENN MAN HAT SICH FÜR DEN TIEFTUNNEL ENTSCHIEDEN. DESSEN KOSTEN SIND AUF DAS 20-fache GESTIEGEN UND DIE FERTIGSTELLUNG WIRD VIELLEICHT IN 2037 SEIN. HÄTTE MAN DEN SÜDRING AUSGEBAUT, KÖNNTEN DA DIE S-BAHNEN SCHON SEIT 15 JAHREN FAHREN.
BRAUCHT MÜNCHEN EINE ZWEITE STAMMSTRECKE?
JA; DENN ALLE 7-S-BAHN-LINIEN DURCHQUEREN DIE INNENSTADT ÜBER DIE SOG. STAMMSTRECKE, DIE VOM HAUPTBAHNHOF ZUM OSTBAHNHOF FÜHRT.

DIE KAPAZITÄT DER STAMMSTRECKE REICHT NICHT FÜR EINEN 10-MINUTENTAKT AUF ALLEN LINIEN. DESHALB UND AUCH FÜR DEN STÖRFALL BRAUCHT MÜNCHEN SCHON IMMER EINE ZWEITE STAMMSTRECKE. BEREITS IN DEN 90er-JAHREN HAT DIE STADT DIESES PROBLEM UNTERSUCHT UND ALS LÖSUNG DEN AUSBAU DES EISENBAHN-SÜDRINGS VORGESEHEN.
DAS ENTSCHEIDUNGSJAHR 2001:
DIE BAHN LEGT EINE MACHBARKEITSSTUDIE MIT ZWEI ALTERNATIVEN VOR: EIN TUNNEL UNTER DER INNENSTADT ODER DER AUSBAU DES SÜDRINGS. BEIDE LÖSUNGEN ERFÜLLEN lt. STUDIE DIE ANFORDERUNGEN GLEICH GUT UND DIE KOSTEN LAGEN IN BEIDEN FÄLLEN BEI 0.5 MRD EURO. DIE STADT HATTE DIE WAHL UND ENTSCHIED SICH ENTGEGEN IHRER BISHERIGEN PLANUNG FÜR DEN TUNNEL.
EINMAL FALSCH ABGEBOGEN UND STUR GEBLIEBEN
HEUTE, IM JAHR 25 DES PROJEKTS WIRD UNS EIN BETRIEBSBEGINN FÜR DAS JAHR 2037 IN AUSSICHT GESTELLT. DIE KOSTEN SIND INZWISCHEN AUF ÜBER 10-MILLIARDEN EURO GESTIEGEN.
IST DAS NUN SCHICKSAL, ABSICHT, DUMMHEIT, KORRUPTION ODER EINFACH PECH? WER UND WARUM HAT MAN SO ENTSCHIEDEN? WER HAT DEN PENDLERN UND STEUERZAHLERN DIESE SUPPE EINGEBROCKT?
ALLE WICHTIGEN VOM MINISTERPRÄSIDENTEN UND OBERBÜRGERMEISTER ABWÄRTS WAREN WOHL BETEILIGT. ZWEI AKTEURE SIND ABER BESONDERS HERVORZUHEBEN:

DER EINE, ALS LANGJÄHRIGER OB VON MÜNCHEN WAR ER FÜR DEN SÜDRINGAUSBAU. ER HAT ABER 2001 SEINE MEINUNG GEÄNDERT. DER ANDERE, DAMALS VERKEHRSMINISTER UND EIN TUNNELFREUND WURDE SPÄTER VORSTAND BEI DER BAHN. BEIDE SIND NICHT MEHR IN DER POLITIK. VIELLEICHT SEHEN SIE ES HEUTE ANDERS. ABER DAS HILFT UNS WENIG.
UND WIR?
WIR HABEN UNS SCHON AN VIELES GEWÖHNT, AN DIE VERSPÄTUNGEN DER BAHN, AN DEN NIEDERGANG DER BILDUNG, DIE PLEITE DER SOZIALSYSTEME, DIE GESCHEITERTE INTEGRATION,......
INZWISCHEN IST DIE STAMMSTRECKE AUS DEM ÖFFENTLICHEN DISKURS VERSCHWUNDEN. MAN HAT SICH AN DEN ABERWITZIGEN ZEITPLAN UND DIE PERMANENTE KOSTENEXPLOSION GEWÖHNT.
RATLOS, ERNÜCHTERT UND EIN WENIG WÜTEND TRETEN WIR DEN RÜCKZUG AN.